Heimprogramm statt Landesliga beim SC/ESV

Kollektiver Stillstand in Parndorf! Die Verordnungen der Bundesregierung wegen des Coronavirus zwingen auch den SC/ESV zu drastischen Schritten. „Heimprogramm für alle Spieler. Mehr geht derzeit leider nicht“, so Cheftrainer Paul Hafner. „Natürlich ist so eine Situation sportlich für uns alle nicht ideal – aber die Gesundheit und der Schutz für die Österreicherinnen und Österreicher geht allemal vor. Man weiß nicht, wie lange die Pause dauern wird. Da lässt sich immens schwer das richtige Trainingsprogramm erstellen.“


Der Ball rollt nicht mehr. Die nationale Meisterschaft und die europäischen Bewerbe wurden vorerst eingestellt. Die Fußball-Europameisterschaft wurde am vergangenen Dienstag auf 2021 verschoben. Einen Tag später, am Mittwoch hat die österreichische Bundesliga beschlossen, die Meisterschaft vorerst einmal bis Anfang Mai zu unterbrechen und die Saison bis Ende Juni zu verlängern.

Die Parndorfer gehen jedenfalls davon aus, dass spätestens (hoffentlich) Mitte April wieder trainiert werden kann. Ob auch die Meisterschaft wieder aufgenommen werden kann? „Das lässt sich nicht prognostizieren sagen. Sollte es zu einem Abbruch kommen, dann gibt es sicher einige Klubs, die unzufrieden sind. Egal, wie die Lösung dann ausschauen wird, man kann es nicht jeden Recht machen.“ Welche wirtschaftlichen Folgen die Krise für Parndorf haben wird? „Dank einiger Rücklagen aus der Vergangenheit ist der gesunde Fortbestand des Vereines gesichert, natürlich fehlen die Einnahmen aus dem laufenden Betrieb, das ist ohnehin klar.“

Faktum ist: Die Spielpause gibt den angeschlagenen Kickern mehr Zeit, ihre Kräfte zu bündeln. Der Berger Lukas Eisenbarth stand zwar kurz vor seinem Comeback im Dress des SC/ESV. Nur neun Monate nach seiner Kreuzbandverletzung wohlgemerkt. „Jetzt bekomme ich noch mehr Zeit, um mein Knie zu stabilisieren“, sieht der 24-Jährige einen positiven Nebeneffekt bei der Zwangspause. Allerdings gibt er zu: „Schade, ich wäre schon richtig geil aufs Spielen gewesen.“

Wie das aktuelle Heimprogramm für die Kicker ausschaut? „Laufen, Hometrainer und Ball an die Mauer schießen. Letzteres wird mit der Zeit aber fad“, schmunzelte der Allrounder. Was sein persönliches Ziel mit Parndorf ist? „Aufsteigen. Der Klub gehört meiner Meinung nach in die Ostliga.“ Für „Eisi“ wäre es eine Wiederholung: Mit der Parndorfer 1b-Mannschaft wurde er schon einmal Meister der Landesliga. „Jetzt will ich das auch mit der Einser packen.“

Für unsere Nachwuchsabteilung, die für diese Wochen einiges geplant gehabt hätte kommt die „ungewollte“ Pause auch nur sehr schweren Herzens. Nachwuchsleiter Michael Lidy: „Wir haben den Betrieb schon nach der ersten anfänglichen Aussendung der Bundesregierung aus vorsorglichen Gründen geschlossen und alle geplanten Aktivitäten abgesagt. Die wohl schönste Nebensache der Welt – der König Fußball ist aber nun in den Hintergrund gerückt. Es heißt nun abwarten, wir hoffen trotz alldem alle auf eine rasche Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes.“

Natürlich wünschen wir uns alle, dass diese Saison fertig gespielt werden kann. Aber diese Entscheidungen treffen nicht wir. Diese Entscheidung trifft die Bundesregierung in Absprache mit den zuständigen Gesundheitsexperten auf Basis der Entwicklungen des Virus.

Nichts desto trotzen hoffen wir, dass wir gemeinsam diese schwierige und äußerst unangenehme Zeit schnell überbrücken und wir uns alle gesund im Heidebodenstadion bzw. im Nachwuchszentrum Wiedersehen, bis dahin wünscht der SC/ESV alles erdenklich Gute!

Kurz notiert...

... keine Spieler haben in den nächsten 2 Tagen Geburtstag!
Back to Top